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Reicht PLAUD als Makler? Vom Transkript zum CRM-Eintrag

PLAUD allein reicht dafür nicht. Das Gerät liefert dir Aufnahme, Transkript und KI-Zusammenfassung. Fertige Follow-up-Mails, Einträge in PropStack und Zuarbeit fürs Exposé entstehen erst durch eine Automatisierungsschicht, die deine Transkripte abholt, daraus Mail-Entwürfe, CRM-Notizen und Exposé-Daten erstellt und sie automatisch in dein CRM zurückschreibt.

Was PLAUD ist und was es kostet

PLAUD ist ein Anbieter von KI-Aufnahmegeräten. Die zugehörige App transkribiert deine Kundengespräche und erstellt KI-Zusammenfassungen mit Aktionspunkten. Der Einstieg ist kostenlos: Der Starter-Plan enthält 300 Transkriptionsminuten pro Monat. Wer mehr Termine mitschneidet, zahlt ab 8,33 Dollar pro Monat im Jahresabo. Jedes Gespräch wird so automatisch zu Text und Zusammenfassung.

Die Preisstufen laut offizieller PLAUD-Preisübersicht entscheiden, wie viele Termine du pro Monat transkribieren kannst. Der Pro Plan kostet 17,99 Dollar monatlich, bei jährlicher Abrechnung 8,33 Dollar pro Monat, und enthält 1.200 Minuten. Der Unlimited Plan liegt bei 29,99 Dollar monatlich beziehungsweise 19,99 Dollar bei Jahresabrechnung und transkribiert unbegrenzt bis zu 24 Stunden pro Tag. Für Büros mit mehreren Maklern gibt es den Team Plan mit zentraler Abrechnung, Nutzer- und Geräteverwaltung. Er kostet regulär 35 Dollar pro Nutzer und Monat. Im Jahres-Launch-Angebot bis zum 31. August 2026 zahlst du 20 Dollar pro Nutzer, danach 25 Dollar.

Wie aus der Aufnahme ein Makler-Workflow wird

PLAUD übernimmt den ersten Teil des Ablaufs: Aufnahme, Transkript und KI-Zusammenfassung. Ab Werk fehlt der zweite Teil: eine Automatisierungsschicht, also ein aufgesetzter technischer Ablauf. Er holt deine Transkripte ab, erstellt daraus CRM-Notiz, Mail-Entwurf und Exposé-Daten und schreibt sie über die Schnittstelle deines CRMs zurück.

Aufsetzen lässt sich diese Schicht zum Beispiel mit einem Automatisierungstool wie n8n oder mit einem KI-Agenten, also einem Programm, das die Schritte selbstständig ausführt.

Auf der PLAUD-Seite gibt es dafür angekündigte Andockpunkte. PLAUD hat technische Zugänge angekündigt, über die KI-Tools wie Claude Desktop oder ChatGPT direkt auf deine aufgezeichneten Meetings zugreifen können. PLAUD nennt als Anwendungsfälle unter anderem automatische Follow-up-Mails und Workflows mit externen Tools. Auf der CRM-Seite bietet PropStack eine dokumentierte Programmierschnittstelle (API). Sie deckt die Datensätze ab, in denen deine Gesprächsergebnisse landen: den Kontakt, seine Notizen, das Objekt, den Termin. Für Notizen zeigt die öffentliche PropStack-Referenz einen dokumentierten Lese-Zugriff. Beides sind Andockpunkte, aber noch keine fertige Verbindung zwischen PLAUD und deinem CRM.

Eine belastbare Anbindung setzt technisch mehr voraus als einen API-Key, also den technischen Zugangsschlüssel, mit dem sich ein Programm bei der Schnittstelle anmeldet. Sie braucht ein verifiziertes Feld-Mapping: eine geprüfte Zuordnung, welche Information aus dem Gespräch in welches CRM-Feld geschrieben wird, bis hin zu den Auswahlwerten in Dropdown-Feldern. Dazu kommen Sicherungen gegen Fehlzuordnung, damit keine Notiz im falschen Datensatz landet, und eine Logik, die jedes Gespräch dem richtigen Kontakt und dem richtigen Objekt zuordnet. Erst mit dieser Schicht wird aus dem Transkript in der App ein Eintrag im CRM, ein Mail-Entwurf im Postfach und eine Zuarbeit fürs Exposé.

Was das im Makler-Alltag bedeutet

Mit PLAUD plus aufgesetztem Workflow führst du den Termin wie immer. Das Aufnahmegerät nimmt auf. Aus einer einzigen Aufnahme entstehen danach in einem Durchlauf mehrere Ergebnisse: eine strukturierte Gesprächsnotiz im CRM, ein Follow-up-Mail-Entwurf und Zuarbeit fürs Exposé, etwa Objektmerkmale und Kundenanforderungen aus dem Gespräch. Du prüfst und gibst frei. Nichts geht automatisch raus.

Jedes dieser Ergebnisse entsteht als Entwurf mit menschlicher Freigabe. Der Workflow versendet nichts automatisch, weder die Follow-up-Mail noch die CRM-Notiz noch die Exposé-Zuarbeit. Erst nach deiner Freigabe geht die Mail raus und landet die Notiz im Datensatz.

Bevor du überhaupt aufnimmst: In Deutschland setzt die Aufzeichnung nichtöffentlicher Gespräche, also auch jedes Kundengesprächs, die Einwilligung deiner Gesprächspartner voraus. Nach § 201 StGB im amtlichen Gesetzestext wird die unbefugte Aufnahme des nichtöffentlich gesprochenen Worts mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Hol dir die Einwilligung also vor jedem Termin ein, den du mitschneiden willst. Wie du sie sauber dokumentierst, klärst du mit deiner Rechtsberatung.

Wo PLAUD steht und wo der Workflow anfängt

PLAUD ist ein Werkzeug für Aufnahme, Transkript und KI-Zusammenfassung: Das ist der Umfang, den Hersteller-Seite und Preispläne beschreiben. Du überschätzt PLAUD, wenn du erwartest, dass daraus von allein CRM-Einträge, Follow-up-Mails und Exposé-Zuarbeit werden. Diesen Schritt übernimmt erst die aufgesetzte Automatisierungsschicht, die Transkripte abholt, Entwürfe erstellt und in dein CRM zurückschreibt.

Der angekündigte technische Zugang für KI-Tools zeigt, dass PLAUD selbst daran arbeitet, seine Aufnahmen für solche Programme zugänglich zu machen. Den Weg in dein PropStack, mit geprüftem Feld-Mapping und Freigabe durch dich, baut er dir trotzdem nicht von allein. Wenn du diese Schicht nicht selbst bauen willst, setzen wir sie mit dir auf: von der Abholung der Transkripte über das verifizierte Feld-Mapping für dein PropStack bis zu Entwürfen, die erst nach deiner Freigabe in dein CRM geschrieben werden.

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