Vermarktungsstrategie erklären: Vom Maßnahmenkatalog zum Verkaufsplan
Eine nachvollziehbare Vermarktungsstrategie erklärt, welche Käufer zur Immobilie passen, wie du sie erreichst und warum du diese Maßnahmen empfiehlst. Verbinde den Plan mit den Eigentümerzielen und deiner konkreten Leistung. So kann der Eigentümer beurteilen, ob du seinen Verkauf durchdacht hast und was die Zusammenarbeit mit dir leisten soll.
Die folgenden Empfehlungen sind Teil unserer skib-Arbeitshilfe für die Mandatspräsentation.
Beginne mit der Verbindung von Immobilie und Käuferbedarf
Bevor du Portale, Fotos oder Besichtigungen vorstellst, erkläre, welche Eigenschaften der Immobilie für passende Käufer wichtig sein könnten. Leite die Ansprache aus dem Objekt ab. Eine Terrasse, ein separater Arbeitsbereich oder ein bestimmter Grundriss werden erst dann Teil der Strategie, wenn du zeigst, welches Nutzungsbedürfnis sie ansprechen.
Formuliere Käuferbedürfnisse konkret: „Menschen, die Wohnen und Arbeiten räumlich trennen möchten“ ist für die Darstellung hilfreicher als eine bloße Altersgruppe. Prüfe anschließend, ob die Immobilie dieses Bedürfnis tatsächlich erfüllt. Aus einer kleinen Nische wird nicht durch eine passende Überschrift ein vollwertiges Arbeitszimmer.
Nimm auch das Bedenkenswerte auf. Welche Frage könnte ein Interessent nach der ersten Ansicht stellen? Fehlt eine wichtige Information zum Zustand, brauchst du eine Antwort oder eine klar benannte Klärung. Eine gute Positionierung verbindet Stärken mit einer ehrlichen Einordnung.
Begründe jede Maßnahme durch ihre Aufgabe
Die Auswahl eines Kanals ist noch keine Erklärung seiner Rolle. Zeige für jede wichtige Maßnahme, wen du damit erreichen willst, was dafür vorbereitet werden muss und welche Arbeit du übernimmst. Wähle Maßnahmen aus, die du im konkreten Auftrag tatsächlich leisten kannst. Eine lange Liste verfügbarer Möglichkeiten ersetzt diese Auswahl nicht.
| Aufgabe im Verkaufsplan | Mögliche Maßnahme | Was der Makler dafür übernimmt |
|---|---|---|
| Nutzung verständlich machen | Passende Bilder, Grundriss und Beschreibung | Inhalte auswählen und die Eigenschaften nachvollziehbar darstellen |
| Geeignete Interessenten erreichen | Zum Objekt passende Veröffentlichungen oder gezielte Ansprache | Kanäle auswählen, Inhalte vorbereiten und Anfragen bearbeiten |
| Fragen vor dem Termin klären | Informationen vor einer Besichtigung bereitstellen | Rückfragen beantworten und noch benötigte Unterlagen koordinieren |
| Besichtigungen organisieren | Abgestimmten Ablauf und Zeitfenster anbieten | Termine vorbereiten, begleiten und nachbereiten |
| Nächste Entscheidungen ermöglichen | Rückmeldungen gemeinsam auswerten | Beobachtungen einordnen und begründete Anpassungen vorschlagen |
Ergänze jeweils den Nutzen für den Eigentümer: Die verständliche Darstellung soll passende Interessenten bei der Einordnung unterstützen. Vorbereitete Besichtigungen entlasten ihn organisatorisch. Die Auswertung macht nachvollziehbar, warum du am Plan festhalten oder ihn verändern möchtest.
Fiktives Beispiel: Eine Wohnung mit separatem Arbeitszimmer
Angenommen, eine Wohnung hat einen tatsächlich als Arbeitszimmer nutzbaren separaten Raum. Die Eigentümer möchten die Besichtigungen gut planen können. Das Beispiel ist fiktiv; eine bereits vorhandene Nachfrage wird nicht vorausgesetzt.
Für dieses Beispiel nehmen wir zusätzlich an, dass ein öffentlicher Marktstart und gebündelte Besichtigungen abgestimmt sind. Dein Vorschlag könnte lauten:
Wir empfehlen für den öffentlichen Marktstart eine Veröffentlichung auf einem für Wohnimmobilien geeigneten Immobilienportal. Im Inserat zeigen wir Grundriss und Arbeitszimmer gemeinsam: Interessenten sollen beurteilen können, wie Wohnen und Arbeiten räumlich getrennt sind. Wir beantworten die eingehenden Fragen vor den abgestimmten Besichtigungsfenstern. Anschließend berichten wir Ihnen, welche Anfragen zu Besichtigungen geführt haben und welche Fragen offenblieben. Auf dieser Grundlage empfehlen wir, ob wir die Darstellung oder das Vorgehen anpassen.
Die Reihenfolge ist damit ausgefüllt: Darstellung vorbereiten → im Immobilienportal veröffentlichen → Fragen bearbeiten → Besichtigungen durchführen → Rückmeldungen einordnen. Das Portal passt hier zum vereinbarten öffentlichen Start; Grundriss und Bilder helfen bei der Beurteilung der Nutzung. Welcher Anbieter geeignet ist, wählst du anhand seines Angebots, des relevanten Suchumfelds und deines verfügbaren Leistungsumfangs aus. Das Beispiel behauptet keine Überlegenheit eines bestimmten Portals.
Der Eigentümer sieht sowohl den Weg zu den Interessenten als auch deinen Beitrag. Er erhält eine nachvollziehbare Empfehlung, wer welche Arbeit übernimmt und wie ihr über das weitere Vorgehen entscheidet.
Zeige auch, woran ihr den Verlauf beurteilt
Vereinbare, welche Rückmeldungen du berichtest und wann ihr darüber sprecht. Betrachte dabei den Weg von der Ansprache bis zum konkreten Kaufinteresse. Viele Seitenaufrufe beantworten eine andere Frage als qualifizierte Anfragen, durchgeführte Besichtigungen oder konkrete Angebote. Erkläre die Bedeutung der verfügbaren Daten, ohne aus einer einzelnen Kennzahl bereits eine Ursache abzuleiten.
Wenn etwa Anfragen eingehen, aber keine Besichtigungen zustande kommen, solltest du zunächst die Gründe prüfen: Passen die Vorstellungen? Fehlen Informationen? Gibt es organisatorische Hürden? Eine Preisänderung ist keine automatische Antwort auf jede schwache Resonanz.
Die Eigentümerfolie kann drei Punkte enthalten: Was haben wir beobachtet? Wie ordnen wir es ein? Was empfehlen wir als Nächstes? Detaillierte Auswertungsnotizen bleiben in der Vorbereitung.
Mache deine Eignung an der Umsetzung sichtbar
Verknüpfe relevante Erfahrung mit den Maßnahmen, die du vorschlägst. Eine passende Referenz kann zeigen, wie du einen besonderen Grundriss verständlich dargestellt hast. Ein vorhandener Kontaktbestand ist nur dann ein Argument, wenn du seine tatsächliche Eignung für diesen Verkauf erläutern kannst. Nenne auch, wer im Team die Aufgaben übernimmt.
Prüfe zum Schluss, ob der Eigentümer den Plan in eigenen Worten wiedergeben könnte: Welche Käufer sollen die Immobilie verstehen? Wie erreichst du sie? Was übernimmst du? Wie entscheidet ihr über Anpassungen? Wenn diese Antworten zusammenpassen, lässt sich deine Vermarktungsstrategie als konkrete Beratungsleistung beurteilen.
Zur Strategie gehört eine nachvollziehbare Preisempfehlung. Passende Referenzen und Erfahrungsbelege machen deine Eignung für die Umsetzung konkret.
Du möchtest daraus eine Präsentation für dein Maklerbüro entwickeln? Auf unserer Produktseite zur Mandatspräsentation findest du den Ansatz von skib.
Sprich mit uns über deinen Prozess →