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Mandatspräsentation individualisieren: Was darf aus der Vorlage bleiben?

Du kannst den Gestaltungsrahmen und geprüfte Bürogrundlagen einer Mandatspräsentation wiederverwenden. Leistungen, Abläufe und Referenzen solltest du vor jedem Einsatz auf Aktualität und Passung prüfen. Eigentümerziele, Objekt- und Preisgrundlage sowie die Strategie müssen zum jeweiligen Fall passen. Bewährte Maßnahmen kannst du nutzen, wenn du ihre Eignung nachvollziehbar erklärst. Nur Name, Adresse und Bilder auszutauschen, reicht dafür nicht.

Die folgenden Empfehlungen sind Teil unserer skib-Arbeitshilfe für die Mandatspräsentation.

Trenne Gestaltung, auswählbare Bausteine und Empfehlung

Eine Folie behält ihren Zweck und ihr Gestaltungsmuster. Individuell werden die Aussagen, Daten und Maßnahmen, mit denen sie diesen Zweck erfüllt. Eine Strategie-Folie erklärt weiterhin den empfohlenen Vermarktungsplan; du musst ihre Aufgabe nicht bei jedem Objekt neu erfinden.

Wir empfehlen, eure Vorlage in drei Ebenen zu organisieren. Damit entscheidet ihr nicht pauschal, ob eine ganze Folie „Standard“ oder „individuell“ ist. Ihr prüft, welche Teile unverändert verwendbar sind und welche vom Eigentümer, Objekt oder aktuellen Angebot abhängen.

EbeneBeispieleWas du wiederverwenden kannstWas du vor dem Einsatz prüfst
Gestaltungsrahmen und BürogrundlagenSchriften, Farben, Raster, Logo, KontaktdarstellungFreigegebene Gestaltung und ihre AnordnungAktuelle Version, richtige Kontaktdaten und zuständige Personen
Auswählbare InhaltsbausteineAblaufdarstellung, Leistungsübersicht, Reporting-Beispiel, ReferenzfallStruktur und zutreffende, freigegebene InhaltePasst der Baustein zur Frage? Gilt der Leistungsumfang? Ist die Referenz relevant und verwendbar?
Empfehlung für diesen FallEigentümerziele, Objektfakten, Preisgrundlage, Optionen, Maßnahmen und nächste SchritteFolienzweck, Fragen und DarstellungsformPassung der Maßnahmen zu Eigentümerzielen, Objekt- und Preisgrundlage

Auch ein Basisbaustein ist nicht dauerhaft ungeprüft gültig. Ein neues Teammitglied, ein geänderter Leistungsumfang oder ein anderes Angebot kann eine Anpassung nötig machen. Hinterlegt deshalb für die gemeinsam genutzten Bausteine Version und Freigabezuständigkeit.

Eine Vermarktungsfolie kann alle drei Ebenen enthalten

Nehmen wir eine Folie mit dem Titel „Unser Weg in den Markt“. Das Raster mit drei Schritten kann bestehen bleiben. Auch die Grundstruktur „Vorbereiten – Interessenten erreichen – Rückmeldungen auswerten“ kannst du als Arbeitshilfe wiederverwenden.

Prüfe für jeden Schritt, welche bewährten Maßnahmen passen und wo die Immobilie oder die Eigentümerziele eine Anpassung verlangen:

  • Welche Eigenschaften der Immobilie sollen Text und Bild erklären?
  • Welche Interessentenansprache passt zum Objekt und zu den bestätigten Eigentümerwünschen?
  • Welche Informationen klärst du vor einer Besichtigung?
  • Welche Rückmeldungen braucht ihr, um das Vorgehen gemeinsam zu überprüfen?

Prüfe außerdem, ob die dargestellten Maßnahmen tatsächlich angeboten und vereinbart werden können. Eine allgemeine Kanalübersicht ist noch kein konkreter Plan für diesen Verkauf.

Fiktives Beispiel: Der Eigentümer wünscht einen diskreten Start

Angenommen, eure Bürovorlage sieht zunächst öffentliche Immobilienportale, ein umfangreiches Bildpaket und Besichtigungstermine nach Anfrage vor. Für den Verkauf einer Wohnung bestätigt der Eigentümer im Gespräch, dass vorerst nur eine ausgewählte Gruppe angesprochen werden soll. Dieses Beispiel ist vollständig fiktiv.

Eine inhaltliche Individualisierung könnte so aussehen:

Teil des PlansAusgangspunkt in der VorlageVorschlag für diesen Fall
KäuferanspracheÖffentliche Veröffentlichung vorgesehenZunächst gezielt über tatsächlich verfügbare, passende Kontakte ansprechen; eine Erweiterung anhand der Rückmeldungen gemeinsam besprechen
Bilder und InformationenAllgemeines MedienpaketEmpfängerkreis sowie freigegebene Bilder und Angaben vor dem Start mit dem Eigentümer abstimmen
BesichtigungenTerminorganisation nach eingehender AnfrageInteresse und offene Fragen vorab klären; Besichtigungen mit dem Eigentümer koordinieren
RückmeldungenAllgemeiner Bericht über die VermarktungRückmeldungen zum gemeinsam vereinbarten Zeitpunkt auswerten und die weitere Ansprache empfehlen

Der dazugehörige fiktive Vorschlag könnte lauten:

Wir empfehlen zunächst eine gezielte Ansprache über geeignete Kontakte unseres Büros. Vor dem Start stimmen wir den Empfängerkreis und die freigegebenen Informationen mit Ihnen ab. Anschließend bewerten wir die Rückmeldungen gemeinsam und besprechen, ob wir die Ansprache erweitern.

Für dieses Beispiel setzen wir voraus, dass geeignete Kontakte vorhanden sind. Ob daraus Kaufinteresse entsteht, ist noch offen. Die Maklerleistung besteht in der Auswahl und Ansprache, der abgestimmten Informationsweitergabe und der Auswertung. Der Eigentümer behält damit Einfluss darauf, wer zunächst von seinem Verkauf erfährt. Zugleich erklärst du, dass eine begrenzte Ansprache weniger Menschen erreicht als eine öffentliche Veröffentlichung.

Du legst eine konkrete Empfehlung vor. Welche Maßnahmen umgesetzt werden, entscheidest du anschließend gemeinsam mit dem Eigentümer. Ist der Diskretionswunsch bislang nur eine Vermutung, klärst du ihn vor der Ausarbeitung des Plans.

Ziehe Änderungen durch die ganze Präsentation

Eine neue Priorität kann mehrere Inhalte betreffen. Wir empfehlen deshalb, nach jeder solchen Änderung den Zusammenhang zu prüfen: Passt die vorgeschlagene Vermarktung noch? Entsprechen Medienplanung und Besichtigungsorganisation dem Ziel? Stimmen Kosten, Zuständigkeiten und nächste Schritte mit dem geänderten Vorschlag überein?

Im fiktiven Diskretionsbeispiel wäre eine vollständig öffentliche Veröffentlichungsplanung auf einer späteren Folie erklärungsbedürftig. Entweder ist sie eine ausdrücklich bezeichnete spätere Option oder die Präsentation enthält einen Widerspruch. Korrigiere den Plan an allen betroffenen Stellen, statt nur die Folie mit den Eigentümerzielen umzuschreiben.

Übernehmen, anpassen oder weglassen?

Nutze für jeden Baustein diese Entscheidungsregel:

Übernehmen, wenn Inhalt und Version geprüft sind, zum Termin passen und keine fallspezifische Aussage ungeprüft mitgeführt wird.

Anpassen, wenn die Struktur hilft, aber Quellen, Beispiel, Maßnahmen oder Empfehlung vom aktuellen Fall abhängen.

Weglassen, wenn der Baustein keine konkrete Eigentümerfrage beantwortet. Eine entscheidungsrelevante offene Frage erklärst du mit ihrer Konsequenz für den Verkauf. Interne Bearbeitungshinweise bleiben in der Vorbereitung.

Eine feste Wiederverwendungsquote ist für diese Methode nicht nötig. Der Umfang der Anpassung richtet sich danach, was die konkrete Immobilie und die Eigentümersituation verlangen.

Was eine gute Vorlage für deine Vorbereitung leistet

Ein stabiles Gestaltungsmuster erspart dir, dieselben Folien jedes Mal neu aufzubauen. Gemeinsame Inhaltsbausteine helfen dem Team, Leistungen und Zuständigkeiten konsistent darzustellen. So kannst du deine Vorbereitung stärker auf Preisargumentation, Eigentümerfragen und das Gespräch konzentrieren. Wie viel Zeit das in eurem Büro spart, hängt von der Vorlage und eurem Arbeitsablauf ab.

Die Qualität liegt auch im wiederkehrenden Folienzweck: Eine Preisfolie verlangt eine nachvollziehbare Herleitung, eine Strategie-Folie einen passenden Plan und eine Leistungsfolie klare Verantwortlichkeiten. Die Vorlage erinnert an diese Aufgaben, während du sie für den jeweiligen Eigentümer mit Inhalt füllst.

Der Fallcheck vor dem Termin

Lies die Präsentation abschließend mit diesen Fragen:

  • Sind sämtliche Namen, Objektbezüge, Bilder und Datumsangaben richtig zugeordnet?
  • Sind Eigentümerwünsche bestätigt und von eigenen Vorschlägen getrennt?
  • Passen Markt- und Preisgrundlage zum aktuellen Objekt und Betrachtungszeitpunkt?
  • Lassen sich die empfohlenen Maßnahmen aus den Zielen und verfügbaren Informationen erklären?
  • Stimmen Leistungsumfang, Zuständigkeiten und Zusagen zusammen?
  • Sind Empfehlung und noch ausstehende Zustimmung klar getrennt?
  • Sind entscheidungsrelevante Einschränkungen und der nächste konkrete Schritt verständlich?

So wird die Vorlage zu einer nutzbaren Grundlage für eure Arbeit. Die Auswahl und fachliche Empfehlung für den einzelnen Eigentümer bleiben bewusst Teil der Vorbereitung; du prüfst die Präsentation, gibst sie frei und führst das Gespräch.

Für die vollständige Kontrolle nutze den abschließenden Präsentationscheck. Den übergeordneten Zusammenhang zeigt der Aufbau mit 16 auswählbaren Bausteinen.

Du möchtest daraus eine Präsentation für dein Maklerbüro entwickeln? Auf unserer Produktseite zur Mandatspräsentation findest du den Ansatz von skib.

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